Richtlinien

von Eltern-Kind-Zentren

Grundsätzliches
Ziel der Förderung nach dieser Richtlinie ist ein bedarfsgerechtes und möglichst niederschwelliges Angebot für Eltern zur Unterstützung in ihrer Elternrolle. Dies soll erreicht werden durch ein umfassendes Angebot an Information, durch Angebote zur Kompetenzverbesserung (z.B. partnerschaftliche Geburtsvorbereitung, Stillgruppen, etc.) zum elterlichen Erfahrungsaustausch (z.B. offene Treffpunkte, Loslösungs-Gruppen, Eltern-Kind-Gruppen usw.) sowie durch Angebote im Hinblick auf die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (z.B. durch Kindergruppen) und verschiedene spezifische Bildungsangebote für Eltern. Das Beratungsangebot enthält zudem auch gesundheits-bezogene Schwerpunkte wie Säuglingspflege, Babymassage, Babyschwimmen, Gymnastik u.ä.

Das Land Tirol fördert Eltern-Kind-Einrichtungen in Form von Eltern-Kind-Zentren oder ähnlichen Einrichtungen als Mitglieder der Plattform der Eltern-Kind-Zentren, sofern sie bestimmten formellen und qualitativen Mindeststandards entsprechen, welche in dieser Richtlinie zur Förderung von Eltern-Kind-Einrichtungen festgehalten sind.

B) Räumliche Voraussetzungen

Für Eltern-Kind-Zentren gelten strenge Bestimmungen, was die räumlichen Voraussetzungen betrifft. Diese Kriterien sind in den Richtlinien des Landes Tirol (Langfassung) ausführlich beschrieben.

C) Mindestangebote
1.  Informationsweitergabe
Jede Einrichtung sorgt dafür, dass die Informationsweitergabe an alle interessierten Eltern zu den üblichen Bürozeiten gewährleistet ist.

2. Gesundheitsbezogene Angebote
Das Mindestangebot aus dem Gesundheitsbereich umfasst mindestens zwei Kurse mit Themen rund um die Geburt (z.B. Geburtsvorbereitungskurse für Eltern, Schwangerengymnastik, Stillgruppen, Babymassage u.ä.). Das Angebot erfolgt in Abstimmung mit der Sanitätsabteilung des Landes Tirol und mit anderen Einrichtungen (z.B. örtlichen Sozialeinrichtungen), welche im selben Einzugsgebiet die gleichen Leistungen bereits erbringen.

3. Offene Treffpunkte
Offene Treffpunkte werden regelmäßig angeboten. Sie sollen alle ansprechen, die Babys erwarten und die Babys bzw. Kleinkinder haben und in ihrer Entwicklung begleiten. Daher wird bei der Termingestaltung darauf Rücksicht ge-nommen, dass auch berufstätige Mütter und Väter das Angebot zumindest teilweise in Anspruch nehmen können. Offene Treffpunkte bieten Gelegenheit zum gemeinsamen Spielen, zum Erfahrungsaustausch und zum Knüpfen so-zialer Kontakte. Sie bieten außerdem Müttern – etwa während Erledigungen, besonders im städtischen Raum – die geeignete Atmosphäre um ihr Kind zu stillen. Bei offenen Treffpunkten werden fallweise auch gemeinsame Aktivitäten angeboten.

4. Eltern-Kind-Gruppen
Eltern-Kind-Gruppen sind fixe Gruppen, die vorwiegend von einer regelmäßigen Teilnahme ausgehen und daher in Kursform angeboten werden. Die Einteilung der Teilnehmenden erfolgt im Hinblick auf die Kinder weitgehend alters-spezifisch. Ziele solcher Eltern-Kind-Gruppen sind:

– Elternbildung am exemplarischen Beispiel
– Stärkung der Elternkompetenz
– Soziale Kontakte für Kinder im Umgang mit Gleichaltrigen
– Behutsame Unterstützung von Kindern/Eltern im Loslösungsprozess

5. Elternbildung
Im Rahmen des Elternbildungsauftrages von Eltern-Kind-Zentren werden verschiedene Kurse sowie einer breiten Öffentlichkeit zugängliche Vorträge und Seminare zu einschlägigen Themen angeboten. Die Schwerpunktsetzung und Terminisierung wird weitgehend mit dem sonstigen regionalen Angebot abgestimmt.

D) Qualifikationserfordernisse Personal
Die MitarbeiterInnen sind je nach gestellter Aufgabe fachlich qualifiziert. Für bestimmte Bereiche sind Personen mit einschlägiger Erfahrung einzusetzen, z.B. für Angebote im Gesundheitsbereich (Geburtsvorbereitung, Stillberatung, Säuglingspflege, Babymassage, Gymnastik u.ä.). Die Einstellung der MitarbeiterInnen sowie die Sorge für die Teilnahme des Personals an einschlägigen Fortbildungsveranstaltungen obliegt dem jeweiligen Vorstand.

E) Trägerschaft
Eltern-Kind-Einrichtungen sind in einem gemeinnützigen Verein konstituiert. Es gelten sinngemäß die Richtlinien für den Betrieb von Kindergruppen.

F) Wirksamkeit der Richtlinie
Diese Richtlinie gilt ab 1.7.2003